Was ist eine Handpan? – Klang, Herkunft und Besonderheiten erklärt
Es gibt Instrumente, die hört man – und es gibt Instrumente, die berühren.
Die Handpan gehört zur zweiten Kategorie.
Viele Menschen erleben sie zum ersten Mal zufällig: auf einem Markt, in einem Park, in einem Video.
Ein ruhiger, schwebender Klang füllt den Raum, scheinbar ohne Anstrengung gespielt.
Warm, rund, offen.
Noch bevor man weiß, was man da hört, bleibt man stehen.
Doch was ist dieses Instrument eigentlich genau?
Was macht die Handpan so besonders – und warum zieht sie Menschen ohne musikalische Vorerfahrung genauso an wie erfahrene Musiker:innen?
Dieser Artikel gibt eine klare, sachliche und verständliche Antwort auf die Frage:
Was ist eine Handpan?
Was ist eine Handpan?
Eine Handpan ist ein mit den Händen gespieltes Stahlklanginstrument.
Sie gehört zur Familie der idiophonen Instrumente – das bedeutet:
Der Klang entsteht durch die Schwingung des Materials selbst, nicht durch Saiten oder Luftsäulen.
- aus geformtem Stahl
- wird ausschließlich mit den Händen gespielt (es gibt Ausnahmen)
- besitzt eine feste Stimmung
- vereint Rhythmus, Melodie und Harmonie in einem Instrument
Im Unterschied zu vielen klassischen Instrumenten sind die Töne einer Handpan bewusst aufeinander abgestimmt. Alle Tonfelder gehören zu einer festen Tonleiter und bilden einen klar definierten Klangraum.
Kurz gesagt:
Die Handpan ist ein Instrument, das Töne reduziert – und Wirkung verstärkt.
Der Klang einer Handpan fasziniert durch seine Weichheit und Tiefe.
Wenn du ein Tonfeld anschlägst, hörst du nicht nur einen einzigen Ton, sondern auch mitschwingende Obertöne. Zudem haben Handpans ein langes Sustain – die Töne klingen also vergleichsweise lange nach und verweben sich zu einem schwebenden Klangteppich.
Viele Spieler:innen beschreiben das Spielgefühl als meditativ: Man spielt mit den Händen (daher der Name Handpan = Hand-Pfanne auf Deutsch) und kann durch unterschiedliche Anschlagtechniken sanfte, singende Klänge oder perkussive Rhythmen erzeugen.
Im Gegensatz zu vielen Instrumenten ist die Handpan sehr intuitiv – schon mit wenigen Tönen kannst du stimmungsvolle Melodien improvisieren, da die Töne einer Skala meist gut zusammenpassen.
Dieses Zusammenspiel von Obertönen, langem Nachhall und der direkten Hand-Balance macht den Zauber des Handpan-Klangs aus.
Wie ist eine Handpan aufgebaut?
Eine Handpan besteht aus zwei geformten Stahlschalen, die fest miteinander verklebt sind.
Oberschale:
Hier befinden sich die Tonfelder – also die spielbaren Klangbereiche.
Unterschale:
Sie dient der Klangresonanz und beeinflusst Volumen, Tiefe und Nachklang.
Sie besitzt meist in der Mitte eine kreisrunde Öffnung (oft Gu genannt), die als Schallloch dient.Beide Schalen sind präzise aufeinander abgestimmt.
Schon kleine Unterschiede im Material, in der Form, in der Platzierung der Felder oder in der Spannung des Stahls verändern den Klang deutlich.
Neben klassischen Modellen mit Tonfeldern ausschließlich auf der Oberschale gibt es heute auch sogenannte Extended Handpans.
Diese besitzen zusätzliche Tonfelder auf der Unterseite oder einen erweiterten Tonumfang. Dadurch eröffnen sich mehr melodische Möglichkeiten – gleichzeitig steigen jedoch die Komplexität in der Herstellung und die spielerischen Anforderungen.
In der Mitte der Oberschale liegt das sogenannte Ding.
Es ist der Grundton der Handpan und bildet ihr klangliches Zentrum. Um ihn herum sind weitere Tonfelder angeordnet.
Das Ding gibt Orientierung, Halt und Tiefe – vergleichbar mit einem Grundton in der Musik.
Rund um das Ding sind mehrere Tonfelder angeordnet.
Jedes Tonfeld ist präzise gestimmt und erzeugt beim Anschlagen einen bestimmten Ton (zusätzlich spezifische Obertöne, doch das ist ein Thema für einen anderen Artikel).
Eine Handpan besitzt je nach Modell meist 8 bis 10 Tonfelder auf der Oberseite.
Manche Instrumente verfügen zusätzlich über weitere Töne auf der Unter- oder sogar auf beiden Seiten.
Eine Handpan lässt sich nicht so umstimmen wie eine Gitarre.
Jedes Instrument ist auf eine bestimmte Tonleiter festgelegt – zum Beispiel eine Moll- oder Dur-Skala.Diese feste Stimmung legt einen klaren musikalischen Rahmen fest.
Alle Tonfelder gehören zu einem geschlossenen System; es gibt keine zufälligen Fremdtöne außerhalb dieses Klangraums. Das erleichtert den Einstieg erheblich, ohne das Instrument zu vereinfachen:
Auch Handpans enthalten Halbtonschritte, Spannungen und klangliche Kontraste. Wie harmonisch oder spannungsvoll das Spiel wirkt, hängt weiterhin von Rhythmus, Anschlag, Dynamik und Tonkombinationen ab.
Notenlesen ist dafür nicht notwendig – entscheidend sind Hören, Timing und Spielgefühl.
Wie wird eine Handpan hergestellt? Ein Blick in echtes Handwerk
Eine Handpan wirkt auf den ersten Blick fast wie ein „fertiges Klangobjekt“ – rund, ruhig, perfekt geformt. Doch hinter diesem Instrument steckt kein Fließbandprozess, sondern vor allem Handwerk, Gehör und Erfahrung. Selbst wenn moderne Werkstätten heute mit präziseren Methoden arbeiten: Der entscheidende Teil bleibt menschlich. Denn eine Handpan ist nicht nur „richtig gestimmt“ – sie muss in sich stimmig klingen.
Am Anfang stehen zwei runde Stahlscheiben: Oberschale und Unterschale. Sie sind zunächst meist silbrig und „neutral“.
Damit daraus eine Handpan wird, müssen sie geformt werden – also in eine stabile, resonante Wölbung gebracht werden. Je nach Werkstatt geschieht das durch Pressen, Hämmern oder eine Kombination aus beidem. Schon hier entscheidet sich viel: Form, Spannung und Materialverhalten beeinflussen später, wie leicht die Töne ansprechen und wie ausgewogen das Instrument schwingt.
Im Herstellungsprozess spielen Hitze und Wärmebehandlung eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen, wie sich der Stahl verhält – und oft auch, wie sich die Oberfläche später zeigt (zum Beispiel durch Patina oder sogenannte Temperfarben).
Diese Schritte passieren je nach Werkstatt in kontrollierten Prozessen, häufig in speziellen Öfen oder Wärmekammern, in denen Temperatur und Dauer gezielt gesteuert werden.
Das ist einer der Gründe, warum Handpans trotz ähnlicher Bauweise sehr unterschiedlich klingen können: Nicht nur die Stimmung zählt, sondern auch, wie das Material über Wärme, Spannung und Bearbeitung „gesetzt“ wurde – und wie stabil es anschließend schwingt.
Jetzt wird festgelegt, wo auf der Oberschale später welche Töne sitzen. In der Mitte entsteht meist das Ding (der Grundton), darum herum werden die Tonfelder positioniert. Dabei geht es nicht nur um „Platz“, sondern um Balance: Tonfelder beeinflussen sich gegenseitig. Eine Handpan ist ein System – kein Satz einzelner Töne.
Was diese Anordnung konkret verändert:
- Größe der Tonfelder: Größere Felder können sich oft „offener“ anfühlen und mehr Tragfähigkeit entwickeln, kleinere können direkter reagieren. Die Feldgröße beeinflusst außerdem, wie leicht ein Ton anspricht und wie viel Dynamik möglich ist.
- Abstand der Tonfelder zueinander: Liegen Felder sehr nah beieinander, können sie sich stärker gegenseitig anregen – das kann zu schöner Mitresonanz führen, aber auch zu mehr „Übersprechen“, wenn es nicht sauber ausbalanciert ist. Mehr Abstand kann helfen, Töne klarer voneinander zu trennen.
- Abstand zum Rand: Wie nah ein Tonfeld am Rand sitzt, beeinflusst die Stabilität und das Resonanzverhalten der Schale. Zu nah am Rand kann den Ton empfindlicher machen; weiter innen kann mehr Kontrolle und Balance bringen – je nach Bauweise.
- Ausrichtung und Drehung der Tonfelder: Tonfelder sind nicht einfach „runde Inseln“. Ihre Form, die Ausrichtung (und auch der Winkel, in dem sie zum Ding und zu den Nachbarfeldern stehen) beeinflusst, wie das Instrument schwingt – und wie gut sich bestimmte Töne miteinander vertragen.
- Spielgefühl und Layout: Die Platzierung entscheidet außerdem, wie intuitiv sich die Handpan spielen lässt: Welche Wege die Hände finden, wie flüssig Übergänge funktionieren, ob Muster „logisch“ greifen – oder ob man sich ständig neu sortieren muss.
Kurz gesagt: Zwei Handpans können die gleiche Skala haben – und trotzdem komplett anders wirken, weil Geometrie, Abstände und Ausrichtung das gesamte Schwingungssystem verändern. Genau hier liegt ein großer Teil der Handwerkskunst: nicht nur Töne zu „stimmen“, sondern ein Instrument zu bauen, das als Ganzes stimmig reagiert.
Jetzt beginnt der Teil, der oft unterschätzt wird: das Stimmen.
Ein Tonfeld hat nicht nur „eine“ Tonhöhe – es besitzt mehrere Schwingungsanteile, die zusammen sauber funktionieren müssen. Gute Werkstätten stimmen so, dass ein Ton nicht nur auf dem Gerät „passt“, sondern musikalisch trägt: klar, stabil, mit angenehmem Nachklang und ohne störendes Flirren.
Und hier liegt ein zentraler Punkt:
Bei Handpans geht es nicht um sterile Perfektion, sondern um Kontrolle und musikalische Wirkung. Eine Handpan kann auf dem Stimmgerät „perfekt“ aussehen – und trotzdem flach, kurz oder unausgewogen klingen. Umgekehrt kann ein Instrument in der Praxis wunderschön, tragfähig und ausgewogen sein, obwohl ein Tuner minimale Abweichungen zeigt. Entscheidend ist: Wie klingt sie wirklich – und wie greifen die Töne ineinander?
Auch Handpans enthalten Halbtonschritte, Spannungen und klangliche Kontraste. Wie harmonisch oder spannungsvoll das Spiel wirkt, hängt weiterhin von Rhythmus, Anschlag, Dynamik und Tonkombinationen ab.
Notenlesen ist dafür nicht notwendig – entscheidend sind Hören, Timing und Spielgefühl.
Oberschale und Unterschale werden bei den meisten Handpans entlang der Naht verklebt und dadurch zu einem geschlossenen Resonanzkörper. Das klingt unspektakulär – ist aber klanglich ein entscheidender Schritt: Durch das Verbinden ändern sich Spannung, Steifigkeit und das Luftvolumen im Inneren. Dadurch können sich Volumen, Projektion und das „Gefühl von Größe“ deutlich verändern.
Wichtig zu wissen: Nach dem Verkleben muss ein Instrument oft noch einmal fein nachgestimmt werden. Nicht weil es „schlecht gebaut“ ist, sondern weil sich das System nach dem Schließen neu ausbalanciert. Das gilt besonders bei Extended Handpans (mit Tonfeldern auch unten), weil hier noch mehr Teile miteinander gekoppelt sind. Viele Werkstätten stimmen deshalb in Etappen: vor dem Verkleben, nach dem Verkleben und nach einer kurzen Setzzeit – bis alles stabil und ausgewogen zusammenklingt.
Zum Schluss kommt oft das, was man später am meisten spürt: Feintuning und Qualitätskontrolle.
Gute Werkstätten prüfen:
- ob die Töne gleichmäßig ansprechen
- ob die Lautstärke zueinander passt
- ob das Instrument stabil bleibt (auch bei dynamischem Spiel)
- ob keine störenden Nebengeräusche, „Wobbeln“ oder ungewollte Resonanzen dominieren
Erst wenn diese Details stimmen, entsteht dieses Gefühl, das man nicht messen kann – aber sofort merkt: Das Instrument ist „rund“.
Handpan Material & Finish: Woher kommen die Farben?
Diese Frage hören wir ständig: „Ist die Handpan aus Kupfer?“ oder „Ist die dunkle/lila/braune Handpan ein anderes Material?“
Die kurze, beruhigende Antwort: Meistens nein. In sehr vielen Fällen ist die Farbe kein Hinweis auf Kupfer und auch nicht automatisch ein „anderer Stahl“, sondern vor allem das Ergebnis von Finish, Hitze und Oberflächenbehandlung.
Handpans bestehen fast immer aus Stahl – nicht aus Kupfer. Je nach Maker und Serie ist das meist Edelstahl (stainless steel) oder ein behandelter Stahl (z. B. nitridiert). Beide Varianten sind Stahl – der Unterschied liegt vor allem in Korrosionsverhalten, Oberfläche und Spielgefühl, nicht in „Kupfer vs. nicht Kupfer“.
Die typischen Kupfer-, Braun- oder Violetttöne entstehen in der Regel erst durch Finish und Wärmebehandlung – das Grundmaterial bleibt Stahl.
Viele Handpans starten optisch tatsächlich silbrig. Während der Herstellung werden die Schalen jedoch erhitzt (Wärmebehandlung, Formen, teilweise auch mit Brenner/Flamme – umgangssprachlich oft „Brennverfahren“ oder „fire finish“). Dabei bildet sich auf Edelstahl eine extrem dünne Oxidschicht. Je nach Dicke dieser Schicht verändert sich, welches Licht reflektiert wird – und dadurch entstehen typische Temperfarben: von gold/kupfer über braun bis violett/blau.
Wichtig: Das ist nicht „Lack“, sondern eine Oberflächenreaktion. Deshalb können sogar zwei Handpans aus dem gleichen Stahl unterschiedlich aussehen – weil Temperatur, Dauer und Wärmeverteilung nie zu 100 % identisch sind.
Auch bei Edelstahl kann die Farbe variieren – unabhängig vom Material selbst. Manche Instrumente werden stärker erhitzt, anders poliert oder anders nachbehandelt. Manche sind zusätzlich beschichtet. Genau deshalb ist die Optik allein kein sicherer Materialbeweis.
Neben Edelstahl gibt es Handpans aus nitridiertem Stahl (eine thermochemische Oberflächenhärtung, bei der Stickstoff in die Oberfläche eingebracht wird). Das ist keine „Farbe“, sondern eine Veränderung der obersten Materialzone – oft mit dunklerer, matterer Optik.
Heißt: Manchmal ist „dunkel“ tatsächlich ein Hinweis auf eine andere Behandlung – aber eben nicht im Sinne von „Kupfer“, sondern im Sinne von Oberflächenprozess.
Nitridierte Handpans klingen oft trockener, kürzer und perkussiver – mit einem klaren, „erdigen“ Attack und weniger langem Nachklang. Viele Spieler:innen mögen genau das, weil schnelle Patterns dadurch definierter bleiben. Gleichzeitig gilt Edelstahl heute für viele als moderner Standard, weil er häufig wärmer, runder und schöner wirkt.
Dazu kommt: Handpans entwickeln mit der Zeit eine Patina. Hautfette, Pflegeprodukte, Luftfeuchtigkeit und Reibung verändern die Oberfläche optisch – ganz ohne klangliche Auswirkungen. Viele Spieler:innen mögen das sogar, weil es dem Instrument Charakter gibt.
Teilweise – kommt aufs Finish an.
Wenn die Farbe vor allem durch diese dünne Oxidschicht („Temperfarben/Heat Tint“) entstanden ist, kann starkes Polieren die Schicht reduzieren und die Handpan wieder silbriger wirken lassen.
Aber: Bei manchen Behandlungen (z. B. nitridiert) ist „einfach wegpolieren“ nicht sinnvoll, weil du damit die behandelte Oberfläche beschädigen oder verändern würdest.
Woher kommt die Handpan?
Die Handpan ist ein junges Instrument.
Ihre Geschichte beginnt Anfang der 2000er-Jahre und ist eng mit handwerklicher Innovation und der Weiterentwicklung bestehender Stahlklanginstrumente verbunden.
Die grundlegende Inspiration stammt aus der Welt der Steel Drums (Steel Pans) aus Trinidad und Tobago.
Dort entstanden in den 1940er Jahren diese gestimmten Blechöl-Fässer.
Die Idee, ein solches Stahlklanginstrument mit den Händen zu spielen, neue Tonfeldformen zu entwickeln und Klang, Resonanz und Spielgefühl stärker zu verbinden, führte Anfang der 2000er-Jahre zur Entwicklung eines völlig neuen Instrumententyps.
Die ersten Modelle legten den Grundstein für das, was heute als Handpan bekannt ist.
Seitdem hat sich die Handpan kontinuierlich weiterentwickelt:
- frühe Experimente mit Stahlformung und Tonfeldanordnung
- stetige Verbesserung von Materialien, Stimmverfahren und Klangstabilität
- zunehmende Verfeinerung von Resonanz, Dynamik und Haltbarkeit
- weltweite Verbreitung innerhalb weniger Jahrzehnte
Heute wird die Handpan auf der ganzen Welt gespielt – von Einsteiger:innen bis zu professionellen Musiker:innen.
Die Handpan findet sich in ganz unterschiedlichen musikalischen Kontexten:
- als Soloinstrument oder im Ensemble
- in ruhiger, akustischer Musik
- in moderner Pop-, Ambient- und Elektronikproduktion
- auf Bühnen, in Studios oder im privaten Umfeld
Trotz ihrer kurzen Geschichte hat sie sich einen festen Platz in den Herzen der Menschen verschafft.
Handpan oder Hang® – wo liegt der Unterschied?
Der Begriff „Hang Drum“ taucht häufig in Suchanfragen auf, ist jedoch fachlich nicht korrekt.
Anfang der 2000er-Jahre wurde in der Schweiz ein neues Instrument entwickelt: das Hang®.
Der Name ist markenrechtlich geschützt und bezeichnet ausschließlich die Instrumente der ursprünglichen Erfinder.
Das Hang gilt als Ausgangspunkt der heutigen Handpan-Bewegung, ist jedoch kein Gattungsbegriff.
Mit wachsender Bekanntheit entstanden ähnliche Instrumente anderer Hersteller, die auf dem gleichen Grundprinzip basierten, sich jedoch in Bauweise, Stimmung und Klangcharakter unterschieden.
Um diese Instrumente klar vom geschützten Namen Hang® abzugrenzen, etablierte sich der Begriff Handpan als neutrale Sammelbezeichnung für:
- handgespielte Stahlklanginstrumente
- mit gestimmten Tonfeldern
- in geschlossenen Klangsystemen
Heute ist Handpan der international gebräuchliche und korrekte Begriff.
Für wen ist eine Handpan geeignet?
Eine der häufigsten Fragen lautet: Brauche ich musikalische Vorerfahrung?
Die kurze Antwort: Nein.
- kein typisches Notenlesen notwendig
- schneller Zugang zum Klang
- motivierendes Erfolgserlebnis von Anfang an
- neues Klangspektrum
- andere Herangehensweise an Rhythmus und Melodie
- gut kombinierbar mit anderen Instrumenten
Viele traditionelle Instrumente erfordern anfangs mühsames Lernen von Griffen oder Techniken.
Die Handpan dagegen spricht direkt an – du schlägst mit der Hand ein Feld an und es erklingt ein Ton.Dadurch entstehen schnell Erfolgserlebnisse.
Selbst ohne Notenkenntnisse kannst du stundenlang improvisieren.Natürlich braucht es trotzdem Übung, um flüssige Patterns oder komplexe Rhythmen zu spielen, aber die Lernkurve ist sanfter.
Die Handpan stellt keine hohen Einstiegshürden.
Sie lädt ein, statt zu fordern.
Wie lernt man Handpan spielen?
Handpan spielen bedeutet häufig nicht, klassische Stücke nachzuspielen – auch wenn das natürlich möglich ist.
Es geht vielmehr um das Zusammenspiel von Rhythmus, Melodie, Harmonie - Dynamik und Tempo.
Beides ist möglich – und hängt stark vom eigenen Ziel ab.
Alleine:
flexibel, persönlich, im eigenen Tempo
Unterricht:
strukturierter Aufbau, schnellerer Fortschritt, gezieltes Feedback
Wichtig sind dabei realistische Erwartungen.
Wer die Handpan auf hohem technischem Niveau beherrschen möchte, braucht – wie bei jedem Instrument – Zeit, Übung und kontinuierliche Auseinandersetzung.
Gleichzeitig liegt eine besondere Stärke der Handpan gerade in ihrer Einfachheit.
Bereits mit wenigen, klaren Bewegungen lassen sich stimmige Rhythmen, einfache Tonabfolgen und fließende Klangteppiche spielen, die berühren, ohne komplex zu sein.
Oft entsteht genau dort die größte musikalische Tiefe:
nicht durch Virtuosität, sondern durch Reduktion, Timing und bewusstes Zuhören.
Wer diesen Weg vertiefen möchte – ob intuitiv oder strukturiert – findet in unseren Handpan-Kursen eine begleitende Unterstützung.
Die Inhalte sind so aufgebaut, dass sie Orientierung geben, ohne die eigene Musikalität einzuengen: Technik, Rhythmus, Spielgefühl und musikalisches Verständnis wachsen Schritt für Schritt zusammen.
Beim Kauf einer Handpan über unseren Handpan-Laden ist der Zugang zu diesen Kursen inklusive.
Er ist Teil unseres Verständnisses von Begleitung: nicht nur ein Instrument weiterzugeben, sondern auch den Raum, es wirklich zu entdecken.
Fazit – warum die Handpan mehr ist als ein Instrument
Die Handpan verbindet Rhythmus, Melodie und Klang in einer Form, die unmittelbar zugänglich ist. Sie verlangt kein Vorwissen, keine Theorie und kein Leistungsdenken.
Sie lädt ein
zum Zuhören.
Zum Entdecken.
Zum Spielen ohne festes Ziel – und genau darin liegt ihre besondere Stärke.
Darüber hinaus schafft die Handpan etwas, das bei Instrumenten selten geworden ist: Verbindung.
Verbindung mit dem eigenen Hören, dem eigenen Tempo, der eigenen Aufmerksamkeit – und ebenso mit anderen Menschen.
Gemeinsames Spielen entsteht oft spontan, ohne Absprache, ohne Noten, ohne Hierarchie.
Rund um die Handpan haben sich in kurzer Zeit Begegnungsräume entwickelt:
Treffen, Workshops, Festivals und Retreats, bei denen es weniger um Perfektion als um das gemeinsame Erleben von Klang geht.
Das Instrument wirkt dabei nicht als Mittelpunkt, sondern als Einladung.
Wer sich mit der Frage „Was ist eine Handpan?“ beschäftigt, sucht oft mehr als ein neues Instrument.
Vielleicht sucht man einen neuen Zugang zu Musik – und zu sich selbst, allein oder im gemeinsamen Klang mit anderen.
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